Hersbrucker Wanderführer trainieren mit First Responder Alfeld

06.05.2026
Gemeinsamer Übungsabend

Bericht FAV Hersbruck:

Was tun, wenn beim Aufstieg zum „Windloch“ plötzlich der Kreislauf versagt oder auf schmalen Pfaden ein Wanderer schwer stürzt? Um für solche Notfälle in unwegsamem Gelände gewappnet zu sein, haben sich die Wanderführer des FAV Hersbruck bei den Experten der First Responder Alfeld fortgebildet.

Wenn der Fränkische Albverein (FAV) Hersbruck zu seinen Touren durch die Hersbrucker Schweiz lädt, steht normalerweise der Naturgenuss im Vordergrund. Doch die Sicherheit der Teilnehmer hat oberste Priorität. „Gerade in Gebieten, die für den regulären Rettungsdienst schwer erreichbar sind, zählt jede Sekunde“, erklärt Paul Layritz, 1. Vorsitzender des FAV Hersbruck. Aus diesem Grund besuchten die Wanderführer vor Kurzem das Feuerwehrhaus in Alfeld, um ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse gezielt aufzufrischen.

Unter der Leitung der First Responder Alfeld, einer spezialisierten Fachgruppe der Freiwilligen Feuerwehr, stand die Wiederauffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse auf dem Programm. Die ehrenamtlichen Retter, die im Ernstfall die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrücken, legten besonderen Wert auf Praxisnähe.

Die Schwerpunkte der Fortbildung umfassten:

Notfallmedizinische Erstversorgung: Erkennen von Symptomen bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Hitzeschlag sowie die Erstversorgung von Knochenbrüchen und Wunden.

Reanimation und Defibrillation: Die korrekte Anwendung eines Defibrillators wurde an Übungspuppen trainiert, um im Falle eines Herzstillstands sofort handeln zu können.

Besonderheiten im Gelände: Da Wanderunfälle oft fernab befestigter Straßen passieren, wurden Strategien zur Lokalisierung und Betreuung von Verunglückten bis zum Eintreffen der Profis besprochen.

Ehrenamt stärkt Ehrenamt

Die Kooperation zwischen den Hersbrucker Wanderfreunden und den Alfelder Rettern zeigt, wie wichtig die Vernetzung des Ehrenamts in der Region ist. Die First Responder Alfeld finanzieren sich zu einem großen Teil aus Spenden und sind auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen, um ihre lebensrettende Ausrüstung instand zu halten.

Für die Wanderführer des FAV Hersbruck war der Kurs ein voller Erfolg. „Die Angst vor dem Helfen ist weg“, resümiert die Gruppe. Mit frischem Wissen und einer Extraportion Sicherheit im Rucksack sind sie nun bestens für die kommenden Touren der Wandersaison 2026 gerüstet.